Anton Wildgans

(17 April 1881 - 3 May 1932 / Vienna)

Gelöbnis des Vaters - Poem by Anton Wildgans

Nie will ich mit dem Väterwort dich stören:
Dies brauchst du nicht, weil ich es nicht besaß! -
Was immer meine Zeit auch anders las,
Für deine sollst du keinen Vorwurf hören.

Heilig der Jugend Recht, sich zu empören!
Meist ist von edelstem Geblüt ihr Haß,
Manch richtig Maß in ihrem Übermaß,
Viel guter Sinn in ihrem Selbstbetören.

Oft blieb dem Manne Reu und Leid erspart,
Hielt er der längst verjährten Knabenart,
Die man so gern belächelt, beßre Treue.

Und ganz zuletzt, wenn erst verbraust der Geist
Des Widerspruchs, merkt man ja doch zumeist,
Wie neu das Alte und wie alt das Neue.


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Poem Submitted: Wednesday, May 30, 2012



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