Ali Al Jallawi Poems

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1.
The Testimony of the Violet Against Himself

I renounced my sadness
But I don't know why every time I give up
I become more susceptible to sadness
...

2.
The Ailing God

In order that we grant the heart its life's story
And restore the birds to the field
...

3.
According to a Cloud Whispering to her Sister

According to my father...and me, I say (to a cloud sitting whispering to her sister)
That the youth planted the poem in a vessel of water
But the girl's hand took root on a stone
...

4.
If Only the Boy had Been a Stone

She was saying, as a lie which no shadow follows
And an illness which her step accompanies not
The apple has no name, only that which I say
...

5.
Das Zeugnis des Violetten gegen sich selbst

Zu trauern hörte ich auf
doch ich weiß nicht warum, wenn ich zu trauern aufhöre, immer auf's Neue,
die Trauer in mir wächst

Ich sitze mittlerweile in der Ferne
zähle die Wolken auf dem Felde
oder ich gehe und fische den See
und lasse ihn wieder frei

Oh Gott, wie viele sind es meiner Öllampen an der Zahl?
Er näherte sich mir und ließ meinen Körper aus meiner Hand gleiten
und sagte: ´mein Sohn` - die Müdigkeit überkam ihn, so schlief er ein.

Über den Zaun des Hauses ragt der Jasminstrauch
zu unserer Nachbarin klettert er
ihre Sehnsucht tastet er an
und auf der rankenden Pflanze ihres Körpers sucht er seinen Platz

Unsere Nachbarin
- gleich einem Jasminstrauch strecke ich mich zu Dir aus -
wäscht die Verliebten
und hängt sie auf der Schulter der Sprache auf

Sie beugt sich
die Brust des Kleides entspannt sich
oh Gott, die Äpfel sind reif
die Äpfel sind reif, das ist nicht meine Schuld
die Wanderverkäufer kehrten zurück
nach Hause kehrte ein irrendes Feld …

Unsere Nachbarin
rückt ihre Brust zurecht
und den Fluss in ihren Händen

Ich horchte auf /…
mein Spracharzt gab mir zu verstehen
du bist der Dichtung und dem Ausdruck ausgesetzt
das Gedicht wird dich erobern

- umher lief eine reife Frau -
meinem Freund sagte ich
: in die Dichtung ging sie ein, um ihr Kleid zu wechseln
Ich schämte mich für mich
...

6.
شهادة البنفسج على نفسه

أقلعتُ عن حزني
ولا أدري لماذا كلمّا أقلعتُ
صرتُ معرَّضاً للحزنِ أكثر

صرتُ أجلسُ في المدى
وأعدُّ غيمَ الحقلِ
أو أمضي فأصطادُ البحيرةَ
ثم أطلقها

فيا اللهُ كمْ صارتْ قناديلي ؟
دنا مني وأطلقَ من يدي جسدي
وقال: بُنَي _ فانفجرتْ بهِ سِنةٌ ونامْ _.

الياسمينةُ فوقَ سورِ البيتِ
تعبرُ نحو جارتنا
تجسُّ حنينها
وتحطُّ فوقَ عريشةِ الأجسادِ

جارتنا
- أطلُّ إليكِ مثلَّ الياسمينةِ -
تغسلُ العشّاقَ
تنشرهمْ على كتفِ الكلامِ

وتنحني
يرتاحُ صدرُ الثوبِ
يا اللهُ كم جننتني التفّاح مكتنزٌ
فما ذنبي أنا التفّاحُ مكتنزٌ
وعادَ الباعةُ المتجولونَ من الرواتبِ
عادَ حقلٌ ضائعٌ للبيتِ ..

جارتنا
ترتبُّ نهدها
وتعيدُ وضعَ النهرِ في قمصانها

أقلعتُ / ..
قال طبيبيَ اللغوي
أنتَ معرَّضٌ للشعرِ والمعنى
ستدخلكَ القصيدةُ
...
_ طافتْ امرأةٌ مهيأةٌ _
فقلتُ لصاحبي
: دخلتْ تغيِّرُ في القصيدةِ ثوبها
فخجلتُ عن نفسي
...

7.
حداد في برلين

(بترا) ترتِّب حزنهم في الصالة الوسطى،
ترتب دون أن تدري أثاث قصيدتي،
وأنا أرتب في ارتفاع الكعب عن جسدي الغناء.

كم أشبه الغرباء
يشبهني استدارة نهدك، شفتيك، وجهكِ
دون أن أدري سأشبهني
غريبا..
إن ضحكتُ فدون أن أدري يخالجني البكاء.

برلين هذا الشارع الممتد من أقصى كلام الناس
حتى آخر المدن الجريحة في الخليج

برلين طفل أسمر
رسم النوافذ في قميص جداره فرحا
وحاول فتحها

برلين سيدة تمرُّ أمام طاولتي
وأعرف أنها التفت ولكن ليس لي

برلين يا(بترا) تغني في حدادك
آه يا (بترا)
وتدلق قهوة الحزن الجميل على ثياب الله.

وأنا وقفت مجرّدا
أبتي الذي صعد الصليبَ
فقلتُ أصعدُّ
من هنا دخل الكلادنة الحجيجْ

برلين هذا الشارع الممتد من أقصى كلام الناس
حتى آخر المدن الجريحة في الخليج.
...

8.
Trauerfeier in Berlin

Petra probt die Trauer im mittleren Saal.
Sie probt, ohne das Inventar meines Gedichtes zu kennen.
Und ich probe zum Takt ihrer Absätze meinen Gesang.

Wie fremd ich aussehe!
Alles Runde an dir gleicht mir. Brüste, Lippen, Gesicht.
Ohne es zu merken, werde ich mir selbst ähnlich.
Seltsam...
Wenn ich lache, laufen mir unwillkürlich die Tränen.

Berlin - eine Straße,
voll Menschengeplapper,
reicht vom entferntesten Wort
zur letzten aller verwundeten Städte am Golf.

Berlin - ein Kind mit dunkler Haut,
fröhlich malt es Fenster an die Mauern um sich herum,
versucht sie zu öffnen.

Berlin - eine Dame,
sie geht an meinem Tisch vorbei.
Ich weiß,
sie hat sich umgeschaut, aber nicht nach mir.

Berlin, O Petra,
singt auf deiner Trauerfeier,
verschüttet den Kaffee anmutiger Traurigkeit auf Gottes Gewand.

Ich stand allein da.
Mein Vater am Kreuz.
Steig auch du hinauf, sagte ich mir.
So traten die Chaldäer ihre Walfahrt an.

Berlin - diese Straße,
voll Menschengeplapper,
reicht vom entferntesten Wort
zur letzten aller verwundeten Städte am Golf.
...

9.
Gott musste krank werden

damit wir dem Herz den Lauf des Lebens schenken
und die Vögel zum Feld zurückbringen

damit die Propheten an das Feuer Zarathustras glauben
und aus Jerusalem mit den Tafeln Moses zurückkehren

damit der Junge aus Nazareth in seiner Grazie
vom Kreuze seiner Gassen hinuntersteigt
musste Gott krank werden

damit die Blutung der Magdalene ausbleibt
damit die Frau im Gesang des sumerischen Jungen schwanger wird

damit der Fluss aus der Psychose der Metapher zurückkehrt
damit die Sonne zwei Stufen hinabsteigt und Archimedes von sich aufsteht,
musste es einen Fehler bei der Post geben

damit wir den Unterschied zwischen Prophetentum und Poesie erkennen
zwischen Rhetorik und der Brust
zwischen erhöhter Temperatur und dem Berühren
musste der Untergang des Himmels entzweit werden
und eine Nelke im Gesang erblühen.
...

10.
Eine Wolke, die einer anderen ins Ohr tuschelt

Über meinen Vater... über mich sage ich
zu einer Wolke, die einer anderen zutuschelt:
Der junge Mann pflanzte das Gedicht im Wasserkrug an.
Die Hand der jungen Frau trieb aus auf dem Stein.
Auf den Stein des Propheten setzte mich ein anderer Stein.

Pass auf, mein Junge,
auf einem provisorischen Lager findet das Gedicht keinen Schlaf,
baue nicht auf Wasser.
Das weise Meer wirst du künftig nicht mehr in die Irre führen, mein Sohn,
sagt der Vater
und schweigt.
In seinen Augen erlischt der Himmel erneut.

Ich aber sehe:
Das Meer ergießt sich auf ihr Kleid,
das Meer gibt seine würdigen Haltung auf,
zieht vorbei an denen, die ins Café geflüchtet sind.
Vater...
Das Meer steigt aus den Kleidern,
begibt sich als Tourist ins Gedicht,
kippt den Kaffee der Klarheit ins Wortgewirr.

Das Meer tritt aus dem Hafen, wandelt umher,
lächelnd,
schlicht, elegant.
Es zieht den Sonnabend am Ohr,
entreißt ihm jeden Zigarettenstummel,
stößt ihn in den Kalender zurück.

Und das Meer...
Hast du die Segel nicht gesetzt?
Ich sage:
Dem jungen Mann, o Vater, ist die Wolke ins Café gefolgt,
der Zeiger seines Herzens verfing sich im Gestirn.
Das, o Vater,
ist die Geschichte einer Wolke,
die ins Wortwasser sank.

Und du? Hast du das geglaubt?
Der junge Mann, o Vater,
pflanzte das Gedicht im Wasserkrug an.
Die junge Frau, o Vater,
aber saß daneben und nähte sich einen eigenen Himmel.
Zaghaft wie wir hängt sie ihren Träumen nach.
Ihr Gott steigt in ihre Hand hinab,
mit der anderen deckt sie ihn zu, und er schläft ein.

Das ist die Geschichte einer Wolke,
die ins Wortwasser sank.
...

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