За свргнута властелина
што сам седи од зоре ране,
за столове тишином завејане,
за бокале и за купе
где ветре у оцат претворена стара вина,
за сланике нетакнуте
као целац јануарски,
за човека који залуд очекује
да се пријатељи крај њега скупе,
за онога чија зла се једино памте.
Тражим помиловање
за све који могу лако пасти
исте судбине,
за унапред знане невоље њине
кад стану као облаци да се пласте,
за дом око кога освану санте
што их нико не отопи, не премости,
за оне којима су само ласте
под стрехом гости.
...
Für den entthronten Adeligen,
der alleine da sitzt seit Morgengrauen,
für die Tische, von der Stille umhüllt,
für die Becher und für die Kelche,
darin essiggewordene alte Weine,
für Salzstreuer, so unberührt
wie Neuschnee im Januar,
für den Mann, der vergeblich
auf den Besuch seiner Freunde wartet,
für denjenigen, der nur Missetaten hinterlässt.
Ich ersuche um Begnadigung
für alle, die dem gleichen Schicksal
leicht anheimfallen könnten,
für ihre im Voraus bekannten Nöte,
die sich wolkengleich auftürmen,
fürs Haus, das jäh von Eisschollen umschlossen wird,
die keiner zum Schmelzen bringt, keiner überbrückt,
für all jene, deren einzige Besucher
die Schwalben unterm Vordach sind
...
По милости божјој
и благослову светитеља из Раса,
ја, цар Срба, Грка и Арбанаса,
земљама које од отаца наследих
и мачем освојих,
које повезах крвним судовима
својих војника,
дајем законик,
и нека нема других законика
осим мојих.
Чедоубица, прељубник, најахалац,
онај кога злопакосни ђаво узе,
бабун, богумил и јеретик,
слабић који на суду не говори право,
биће сурово кажњен по законима мојим,
али не суровије
него што у закону стоји.
Ја властелу, према обичајима отаца,
од себара издвојих.
Првосвештенику и властелину
судиће се блаже него меропаху,
али не у страху
од царства ми,
и не блаже
него што у закону стоји.
Кудељници сиротој пред насилником
закони моји
биће уместо штита.
Ни робу праведном,
ни незнанцу што кроз царство ми хита,
нити иком
треба да се боји,
само кривцу ће се сурово судити,
али не суровије
него шту у закону стоји.
...
Mit Gottes Gnade
und dem Segen des Heiligen von Ras,
erlasse ich,
Zar der Serben, Griechen und Albanesen,
ein Gesetzbuch
für Länder,
die ich von Vorvätern vererbt,
mit dem Schwert erobert,
mit den Blutgefäßen meiner Soldaten verbunden.
Außer meinem Gesetzbuch
soll es kein anderes geben.
Der Kindermörder, Ehebrecher, Nötiger,
wer vom niederträchtigen Teufel getrieben,
der Ketzer, Bogumil und Häretiker,
der Schwächling, der vor Gericht lügt,
wird nach meinen Gesetzen grausam bestraft,
aber nicht grausamer,
als im Gesetz steht.
Nach dem Brauch meiner Vorväter
unterscheide ich den Adeligen vom Leibeigenen.
Mit dem Erzpriester und dem Adeligen
soll das Gericht milder verfahren als mit dem Leibeigenen,
aber nicht aus Angst
vor meiner Herrschaft,
und nicht milder,
als im Gesetz steht.
Für die arme Spinnerin
seien meine Gesetze ein Schutzschild
vor dem Gewalttäter.
Der rechtschaffene Sklave,
der Fremde, der mein Gebiet in Eile durchquert,
gar niemand soll Angst haben,
nur der Schuldige wird grausam bestraft,
aber nicht grausamer,
als im Gesetz steht.
...
Tražim pomilovanje
za sebra
što niče i umire kao trava
u zaborav iz zaborava,
za trideset kučica njegovog krompira,
za usukano kukuruza stabaoce,
za dim nad krovom,
za ono gde je, sledeći oče,
pogrešio delom i slovom.
Za sebra uvek verna životu,
za sebra koji sunce voli.
Ako život izda i seva,
i gušteri, sunca uživaci,
i pesnikinja mirisa, zova,
za sebra,
sebar izdati neće,
za sebra koji u povodu
vodi po desetinu
sebara sinova.
...
Ich ersuche um Begnadigung
für den Leibeigenen,
der keimt und welkt wie Gras,
ins Vergessen hinein vom Vergessen heraus,
ich ersuche um Begnadigung
für die dreißig Stauden seiner Kartoffeln,
für die schmalen Kolben seines Maises,
für den Rauch über seinem Dach,
dafür, wo er, seinen Ahnen folgend,
in Tat und Wort irrte.
Für den Leibeigenen, der stets dem Leben die Treue hält,
für den Leibeigenen, der die Sonne liebt.
Wenn auch die Lerche am Leben Verrat begeht,
und die Eidechsen, diese Sonnengenießerinnen,
und die Holunderblüte, Dichterin der Düfte,
für den Leibeigenen,
der Leibeigene wird keinen Verrat begehen,
für den Leibeigenen, der in seiner Gefolgschaft
ein Dutzend Söhne, Leibeigene,
mit sich führt.
...