Abstieg in den Limbus Poem by Miodrag Pavlovic

Abstieg in den Limbus

Hier sind wir und der leere Raum,
im Leeren weiß man nicht genau wo man ist,
un den Raum versuchen Tiere auszufüllen:
sie werden immer größer,
ihre Skelette wachsen,
lange Felle schleifen über den Boden
und Wind zaust ihre zottigen Köpfe -
Blasebälge schüren den Brand
den letzten menschlichen Gebäude.


Ungeheuer taumeln,
man kennt ihre Spezies nicht,
verschüttetem Öl sind sie ähnlich,
ihre Riesenzungen sind wie nasse Wäsche am Körper
und über allem sie Tinte analphabetischer Finsternis.
Wir wundern uns daß unser Blick noch erkennt
und uns rät Schutz zu suchen unter der Erde;
es ist nicht gerade ein Krieg, aber komm, kriech
hinab zu dem Ungeziefer von einst
das uns jetzt heiter und gesittet erscheint
im Vergleich... alle Vergleiche sind gefallen
und jedes Auge schielt.
Wer weiß wo die Tür ist?
Das Göttliche schickt eine letzte Botschaft
durch die tiefe Finsternis.
Diese Botschaft dringt nicht mehr durch
nicht mal wie ein Messer in unser Herz, wehe!
Aber dort am ende des Saals, sieh doch,
öffnet sich ein Türchen vor dem Mauseloch
und ein kleines Licht und ein kleines Geschöpf
wollen mit aller Kraft vordringen zu uns!

Es komme dieser kleinste Erlöser,
diese Maus am Horizont -
unsere große Hoffnung!

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