Anton Wildgans

(17 April 1881 - 3 May 1932 / Vienna)

Die Wallfahrtskirche - Poem by Anton Wildgans

Wie eine Arche fremder Düfte steht
Das Heiligtum auf schroffer Felserhebung,
Verhauchend noch Gesänge und Gebet
Ins Piniengestämme der Umgebung.

Vom Zittern, das durch seinen Dämmer geht,
Wenn nachts in bläulich-zarter Flockenschwebung
Der Weihrauch aus gestrenger Apsis weht,
Erschaudert's noch in göttlicher Erhebung.

Darüber wölbt sich leuchtend Himmelspracht,
Hoch über Hügeln, die sich ferne neigen,
Hält schon das Bildgestirn des Wagens Wacht.

Und mit den Schatten, die nun wachsend steigen,
erhebt ein Wasserfall die Stimme sacht -
Sehnsüchtig seufzend durch das ernste Schweigen.

Listen to this poem:

Comments about Die Wallfahrtskirche by Anton Wildgans

There is no comment submitted by members..



Read this poem in other languages

This poem has not been translated into any other language yet.

I would like to translate this poem »

word flags

What do you think this poem is about?



Poem Submitted: Wednesday, May 30, 2012

Poem Edited: Wednesday, May 30, 2012


[Report Error]