Du gehst nirgendwohin, du wanderst nicht
Du spazierst nicht durch den Basar oder den Markt
Du triffst dich auch nicht mit deinen Nachbarn
So stehst du da, ohne dich jemals zu langweilen
Ich treibe mich auch nirgendwo herum
Sobald meine Arbeit getan ist, bin ich bei dir
Mit dir geht es mir gut, ich bin immer in Sicherheit
So wartest du da, ohne Rechenschaft zu fordern
Jede Nacht vertraue ich mich dir an
Was auch immer ich an jenem Tag getan habe, erzähle ich dir
Selbst wenn ich es weiß, frage ich dich um Rat
So schweigst du, ohne dich jemals einzumischen
Mach dir keine Sorgen um mich, mir geht es sehr gut
Ich passe auf mich auf, ich bin nicht hilflos
Ich sage, ich bin erwachsen, ich bin kein Kind mehr
So hörst du zu, ohne mir jemals zu glauben
Wenn ich morgens aufwache, bin ich traurig
Beim Frühstück muss ich schwer schlucken
Ich bringe dich auch mit an den Tisch
So süzüyorsun (betrachtest) du alles, ohne jemals etwas zu berühren
Mein Herz blutet, es ist bereits gebrandmarkt
Ich weine nicht vor dir, damit du nicht traurig wirst
Ich lasse es mir nicht anmerken, damit du nicht bedrückt bist
So spürst du es doch an meinen Blicken
Regungslos in deinem Rahmen
Ohne auch nur deine Augen zu bewegen
Tag und Nacht, in jedem Augenblick von der gegenüberliegenden Wand
So schaust du mich an, ohne mich jemals zu umarmen
Ich habe nicht den Verstand verloren, ich werde nicht verrückt
Ich füge mich dem Schicksal, ich leiste keinen Widerstand
Ich vermisse dich sehr, ach so sehr
So schaust du mich an von der gegenüberliegenden Wand
Du schaust mich an von der gegenüberliegenden Wand.
LOKMAN KAYA / 2019
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