Lebensangst Poem by CARMEN OLLÉ

Lebensangst

an Verlaine und Rimbaud)


Wer lebt
wer wie ich verpestete Luft atmet
in den Bars
Ein Mann eine Frau
zwei Männer
reichen sich die Hand
während
die Stimme des Kneipiers
seufzt zum Monsun
der nach den Göttlichen stinkt
den Lustvollen und Prächtigen
ständig scharlachrot gekleidet
diese Frauen die sich offen die Liebe erklärt haben
heute nacht


Narren zu mir!
Geschwind
Scht! Lumpenpack
betrunken mit Geifer
betrunken wie ihre Herrinnen die Nacht treibt uns
zusammen
ihr Gerede verändert nicht mein Gehör
nachsichtiger Gott sei Dank
wem denn sonst
das Dröhnen in meinem Innern verwest
in mir
ist mein übersättigtes Herz
übersättigt
es ist nicht meine Sache, ob es dämmert
die Sonne kommt mir ungelegen
Zu mir!
Brüllende Walrosse
vor die törichte Jungfrau

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