liebstdumich bis an den rand der ewigkeit Poem by Jürgen Rooste

liebstdumich bis an den rand der ewigkeit

liebstdumich bis an den rand der ewigkeit
und dann
wenn der rand der ewigkeit vorbei ist haben wir uns
schon mehrere stunden weiter bewegt
ohne zu verstehen was geschieht in welcher welt
wir angekommen sind

liebstdumich auch dann noch
wenn ich mit alledem nicht zurechtkomme
wenn ich mich wieder besaufe und einen moment
vor dem ende der welt einschlafe
irgendwo in der zimmerecke wie ein seliges kindlein

liebstdumich kurz vor der nacht
wenn das wetter umgeschlagen ist zu höllischer kälte
und wir nirgends ins warme können
und kein licht und kein einziger zielpunkt

liebstdumich dann
wenn ich dir sage daβ nur wir beide
die zeit zum dauern bringen und das ist ja das geheimnis
daβ wenn es uns nicht gibt dann endet die welt für immer
liebstdumich vielleicht dann und sei es nur
dieser wundersamen welt wegen die doch
bitteschön sein könnte (oder was)

liebstdumich verrücktes tier
groβen egoisten träges löwenmännchen niedergestreckt auf dem baumstumpf
schnurrend dieses lied das höllentief und warm ist
wenn die höllentiefe und dunkle nacht
über uns fällt und keiner weiβ was
zur ankunft des lichts geschehen ist
garkeiner

liebstdumich der ich dürste nach deinem warmen
blut und lebe nur von dieses fluches
vorahnung
liebstdumich vielleicht wirklich liebes

liebstdumich bis an den rand der ewigkeit
und weit
weit jenseits dieses randes

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