Anton Wildgans

(17 April 1881 - 3 May 1932 / Vienna)

Schweigen der Nacht - Poem by Anton Wildgans

O tiefe Nacht, die weit und einsam blaut,
Sichtbarer Schlaf du der erschaffnen Welten
Auf öden Höhn, wo böse Wetter schelten,
Und auf der erde, die der Mensch bebaut -

Und Schatten ihr, von keuschem Licht betaut,
Und Himmel du mit glitzernden Gezelten,
Formen des Lichts, die unserm Schicksal gelten,
Ihr, allen Wesen mystisch angetraut -

Und du auch, Pilgrim silberner Gefilde,
Der seiner Strahlen klares, bares erz
Auf jede Brust legt mit der selben Milde -

O sagt, was soll dies Sehnen rätselwärts
Uns arme Gilde irdischer Gebilde?! -
Doch ihr bleibt ohne Regung, ohne Herz.

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Poem Submitted: Wednesday, May 30, 2012

Poem Edited: Wednesday, May 30, 2012


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