Die Zeit treibt mich an, dass ich,
ganz um den Verstand gebracht,
dein Haus der Morgenröte betrete.
Ich biete dir meine Weihgaben dar:
Eine Flamme von Fragen, eine Flöte.
Die Sprache der Trauer bin ich,
der Tod frisst an meinen Armen, Ischtar.
Ich weiß nicht, wie soll ich
von deiner Stirn
den Schleier des Vergessens
und ein über die Zeiten angewachsenes Schweigen abnehmen?
Ich fürchte mich davor.
Du verbirgst dich dort
hinter sperrigen Steinen,
du sagtest nicht nein, sprachst nicht
von Wolken.
Ist es der Weg,
ist es die Tiefe?
Oder der Wind einer stummen Dichte?
Gras und Lehm.
Ich knie, um deine Handflächen zu erwecken,
weiße Fenster der Erinnerung.
Ein Himmel, ein Leuchten vielleicht aus Rhythmen,
ich ermesse ihn vom Tale her, aus
Inschriften, die ihre Einsamkeit mir verschweigen.
Sie rüttelt nachts an meinen Fingern.
Jenes im Vagen bleibende Geheimnis,
das entschwebt
den stets entschwebenden Palmen.
Die Tränen der mit gebeugter Stimme durch die Wüste Irrenden
sind stärker als der Nachhall
des Klopfens an die Türe. Klagender Atem,
Grabsteine, die in Briefen mächtiger und größer werden,
ein schwarzer Fleck.
Was einst bliebt, gezerrt
von gleißendem Schein,
zerriss, lag da,
blutend und faselnd
vom erstarrten Blut
in der Hymne Kehle.
Die Hügel verbergen ihren Morgen zwischen Kuppen
Feuerstelle der Schmerzen
Kreis auf einem Grab
Gräber, deren Gebete
ich nicht borgen werde
Mein Gesicht ringt nach Luft
in der Feuchte eines Steins
ich habe dort noch einen Körper
in deiner Nähe.
Er wurde zu Blut,
Gebet meines Blutes.
...
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