Das Exil Und Der Sandberg Poem by Axel Reitel

Das Exil Und Der Sandberg

Rating: 5.0

I

Dass ich mich träume
In verlassene Strassen
Destillen Zum Kindheitsglück
Geschichten verwehter Zeit -
Das ist nicht abstellbar
Aus Niederungen kommend
In diese Ebene wo
Zwei in derselben Sprache
Sich vergiften im Gespräch
Erinnre ich mich täglich
Des Namens meiner Wohnstatt
Aus der ich gejagt und in
Handschellen gegangen bin
Und dass ein Mädchen war
Und eine Stimme die war
Sanft wie eine Umarmung
Unter Pfirsichbäumen Gras:
Die einhergehen im Gezänk
Und stöbern in Küche und
Schuppen des Nachbarn Blut auf
Im Mund die kleinen Zungen-
Stöße der inneren Angst -
Die wachsen hinab in den
Grund aus gestorbenem Land

II

Auf dem Sandberg Schatten
Sprechen Gräber Geschichten
Rief der Fährmann sein Ho he'
Und es zog uns der See zu
Und den Schädelstätten Sodoms -
Der Druiden der Kindheit
Neckten uns wenn wir schliefen
Und der Tod stand auf Wolken
Und die Mythen und das Ich
Stellten dar ein Gassenlied
Aus der geteilten Hölle Welt
Und ritten über die Städte
Ritten ins unmögliche Nichts
Und jede Stadt lag in Wehen
Und im Sterben lag jedes Land

Das Exil Und Der Sandberg
Friday, March 4, 2016
Topic(s) of this poem: childhood
COMMENTS OF THE POEM
READ THIS POEM IN OTHER LANGUAGES
Axel Reitel

Axel Reitel

Plauen
Close
Error Success