Nikolaus Franz Niembsch Edler von Strehlenau

(25 August 1802 - 22 August 1850 / Schadat)

In der Nacht - Poem by Nikolaus Franz Niembsch Edler von Strehlenau

Alles schläft, und übers Gefild der Ruhe
Wandelt leisen Schrittes dahin des Lebens
Genius; sanft schimmert vom Weltendom die
Lampe des Mondes.

Sieh! den ernsten Zügen des Gotts entringet
Holdes Lächeln sich, denn er sieht die Lieben
In des Schlafes süßer Umarmung ihrer
Qualen vergessen.

Hüll in deine Schatten mich tief, geliebte
Linde, daß die kummergebleichte Wange
Und die bange Träne sein holdes Lächeln
Nimmer verscheuche!

Ach, schon dreimal sank dir die Blut, o Linde,
Seit der Stunde, wo das Gespräch der Freunde
Von Unsterblichkeit du behorchtest, und ein
Sanftes Gesäusel

Durch dem mondversilbertes Laub uns Hoffnung
In die Seele goß, daß wir einst uns wieder
Finden; - dreimal welkte der Halm am Grabe
Meines Geliebten!

Listen to this poem:

Comments about In der Nacht by Nikolaus Franz Niembsch Edler von Strehlenau

There is no comment submitted by members..



Read this poem in other languages

This poem has not been translated into any other language yet.

I would like to translate this poem »

word flags

What do you think this poem is about?



Poem Submitted: Tuesday, May 22, 2012



[Report Error]