Meine Seele ist ein reicher Bauer,
ein fröhlicher, ein schlauer,
in der Heimat.
Liebkost sie eine nackte Frau im Schlaf,
hart, wie Schultern, gut genährt, vom Schaf,
stürzen die Nächte, voll schwarzer Krähen,
in die Saat.
Sie hat durchwandert die Welt auf sich gestellt,
im blutigen Mantel des Sergeanten, halb Held
halb Mörder.
Traurig aufgepflanzt ist sie und hält
Wache, am Tor, gequält
im Schnurbart ein mildes Lächeln.
Neben einer Kirche, fremd und unbekannt,
geriet sie in Brand,
in langen Nächten, klar und warm,
beim Konzert der Frösche im Morast,
hielt sie viele Frauen im Arm.
Tags hat sie bewacht des Kaisers Palast
und gezählt, wie die Zeit ging ins Land.
Wach ist meine Seele ein reicher Bauer,
ein schlauer.
Nur im Traum, blaß wie der Mond,
ihm gleich unverschont,
irrt sie durch die Welt.
Eine Gondel versteckt sie einsilbig
in den grundlosen Wassern von Venedig,
müde, schläfrig, schal,
ist sie beim Karneval.
Und dann, wenn beim Gitarrenklang
von Tränen und Liebe ein Gesang
das Wasser, die Glocken, Kostüm und Kleid,
die ganze Nacht erfüllt mit Leid,
daß verstummend alle leise fragen:
„Wessen Slawen war das Klagen
an der Riva degli Schiavoni?"
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