Der Kater Poem by Nastasimir Franovic

Der Kater

Unser Kater ist ein graugeweifter Kumpel - Spaß beiseite.
Auf dem Rücken hat er Tigerstreifen.
Belmondo ist sein Name.
Bebe rufen wir ihn.
Er hat einen weißen Kragen.
Ein wahrer Herr.
Wenn er geht, gleicht er einem Soldaten auf dem Laufsteg.
An den Pfoten trägt er reine, weiße Schühchen.
Hat er sein Näpfchen leergeleckert, taucht er auch schon auf der Couch auf.
Er sitzt da, kämmt sein Fell, hält inne und blickt sich um.
Er zwirbelt seine langen Schnurrhaare.
Er hebt die Augenbrauen, wie um zu fragen:
Was denn, das hier ist auch mein Haus!
Er streckt sich aus und wirft sich in Pose, mal auf dem Rücken, mal auf der Seite.
Dann bedeckt er mit den Pfoten den Kopf.
Er rollt die Beinchen unter sich ein und blinzelt unaufhörlich.
Streicheln lässt er sich nicht.
Dabei zuckt er mit den Ohren und schlägt nervös mit dem Schwanz.
Wie um zu sagen: Nun mal langsam, ich bin keine Puppe!
Am Morgen steht er als erster Gast vor der Tür.
Er wartet ruhig.
Tritt entschlossen ein.
Er miaut uns einen guten Morgen und huscht im Galopp zum Näpfchen unter dem Tisch.
Nur Bojan darf ihn ungestraft ärgern.
Olja ist seine beste Freundin.
Ihr folgt er auf Schritt und Tritt wie ein Hund.
Und ruft sie jede Minute.
Wenn er sich mit den Hausbewohnern unterhalten hat,
sein Fell gekämmt und das Wollknäuel zusammengerollt ist:
Ich gehe dann mal, sagt er, es reicht.
Schon steht er an der Tür und bittet miauend: Öffne, öffne!
Wenn er hinausgeht, faucht er wütend, schnauft wie ein Drache.
Den anderen Katzen zur Warnung.
Hört und staunt!
In diesem Hof bin ich der König!

Saturday, August 22, 2026
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