Der kleine Hirt läuft mit den Zicklein über die Wiese.
Er hütet.
Prrr!
Wie Bienen fliegen die Zicklein um ihn her.
Der Hirt ist erst vier Jahre alt.
Er trägt einen gelben Pullover und blaue Gummistiefel.
Seine Flöte hat ihm der Papa geschenkt.
Damit er ein echter Hirt ist.
Der Opa schaut über den Zaun,
ruft herüber, fragt:
Wie viele Zicklein hast du, Hirt?
Der kleine Hirt gerät in Verlegenheit.
Vier! ruft er und zeigt dabei fünf Finger.
Der Opa lacht ihn aus.
Ein guter Junge bist du, fleißig, tüchtig - aber ein schlechter Hirt.
Du weißt nicht, wie man die Herde zählt.
Lerne bis zehn zählen, ich frage dich morgen.
Der kleine Hirt klagte der Mutter, dass er die Herde nicht zählen kann.
Und am Abend buchstabiert er statt einer Geschichte fleißig von eins bis zehn.
Er stammelt, er lernt, bis er einschlief.
Und am Morgen prüft er es von Neuem.
Er war früh aufgestanden, hatte seine Zicklein hinausgeführt.
Er hatte Gras gepflückt.
Die Zicklein zupfen ihm alles aus der Hand.
Eines zupft sogar am gelben Pullover.
Jetzt ist er ein echter Hirt.
Der Opa erblickt ihn und fragt ihn, ob er von eins bis zehn zählen kann.
Sofort hat ihm der Hirt von eins bis acht gezählt.
Und die Fingerchen hatte er auch genau so viele hingestellt.
Der Opa lacht, lobt ihn und fragt, warum er nicht bis zehn gezählt hat.
Ich brauche nicht mehr, Opa.
Es sind acht Zicklein.
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