Für Oumama
Während ich ging zwischen Kastanienbäumen und Weiden
War dein Gesicht klarer umrissen
Als die Wolken des Morgens. Ich brauchte kein Licht
Um mich daran zu erinnern dass du eine weitere Nacht trägst
Von der Last meiner Abwesenheit. Mein Arm war das Kissen deiner Angst.
Ich sagte deine Nacht ist meine Nacht. Und der Wind auf dem Hügel
Bewegt die Zweige. Und du kehrst zurück
Mit den Namen der Vögel. Den ganzen Tag kommen diese Vögel
Auf die Mauer. Des Schweigens wegen, deinetwegen
Porto Santo zwischen euch an den Schultern der Vulkane.
Und du wie du hinaufgehst zum Olivenbaum in deiner blauen Hose.
Hier bin ich deinem Traum ganz nah auch wenn ich abwesend bin in Gedanken
Das ist mein Wesen und ich meine das Leben das mich entführte
Es ist das Gedicht das gegen das Meer prallt, das die Zunge frißt
Du kennst sie gut diese Zunge die mich quält
Nur weil ich höre. Doch das Hören ist eine Trennung
Von einem Ort der auf uns nicht verzichtet
Gleich mit welchen blutenden Füßen oder gemieteten Mautieren wir die Wege zurücklegen.
Es ist gleich. Und in deiner Nacht schließe ich die Fenster nicht
Ist diese Zunge so weit abgeschält
Bleibt das Gedicht allein zurück mit dem Wort
Vielleicht bewahrt mich die Frage
Vor dem wuchernden Schweigen in meinem Körper. Und du suchst nach mir.
Ich bin kein Freund meines Selbst
Wiederholte ich immer wieder. Diese Luft
Erschwert das Glätten der Wörter. Mit der Nacht kommt die Stille
Ich spüre sie bluten. Jedes Mal wenn sie naht
Wird meine Hand unbändig. Ich werfe die Entfernung zwischen unserer Nacht
In das Wasser damit sie sich auflöst. Kein Wasser außer dem Gedicht.
Du siehst mich ich am Rand des Irrgangs stehen
Der mich jeden Augenblick in den Abgrund führen kann
Und ich strecke den Kopf aus einem mit mir irrenden Fenster.
Weil dein Gesicht klarer war, ist klarer geworden: Nimm die Hand.
Ich gebe sie dir seit meiner Kindheit. Mit nackten Knien saß ich.
Vergaß mir die Haare zu kämmen
Vor dem Spiegel damit ich dich sehe bevor du mich siehst.
Wahrlich: Jedes Mal wenn ich an Leben denke spüre ich wir sind das Leben. Sagte ich.
In jedem von uns ist ein Himmel, der versucht
Dem Anderen ein Zuhause, kein Gefängnis zu sein. Unter ständiger Mühsal.
Ich versuche es auch. Müheloser. Aber im Stillen.
Es ist die Suche nach der reineren Sprache.
Blutend und ohne Schwäche zwischen den Fingern
Spürte ich den Ort in neuem Licht erstrahlen.
Und in mir regt sich jetzt das Verlangen nach dir.
Der Morgen ruht sich auf deiner leeren Bank aus.
Deine Knie glänzen. Dein Gesicht ist vollständig in meiner Ruhe.
Seite für Seite wecken die Worte in dir
Den Wunsch nach dem Tanz. Ja
Nach dem Tanz. In dir.
...
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