Erster Dämmerung
Gebar ihn die Mutter auf dem Brachland zwischen den jungen Ähren des Maisfeldes
Unter freiem Himmel wie eine Wölfin
Nicht blickte sie zurück die demütige Mutter
Trennte ihn mit den Zähnen von sich und knotete ihm das Leben in einen Knoten
Hobehn hoch hinauf
Dass er wärme, dass er mit Weinen verkünde, dass er entdeckt hat diese Welt
Für liebevolle, schmeichelnde Worte und Liedchen hatte die Mutter keine Zeit
Nur in Graswickel hüllte sie ihn, stillte ihn kurz und
ließ ihn unter einem Olivenbaum warten
Wartete bis zum Sonnenuntergang dort auf Ivančevas Feld
ruhig und geduldig
Dann in der Dämmerung schlürfte er von der Mutterbrust die nachgeströmte Milch
Trägt ihn die Mutter
Jetzt in erster Dämmerung zeichnen sich die Umrisse der Häuser ab Öllampen an den Fenstern leuchten wie Glühwürmchen.
Das ist der Katun, der darauf wartet, die Schwelle zu überschreiten
Dieser Gast so lieb und teuer
Um die Brüder und Schwestern in jener Nacht zu erfreuen.
Noch ein hungriger Mund und künftiger Bauer oder
Hüter der Herde,
Einschlief mit geballten Fäusten, leicht fiel sein Kopf auf der Mutter Brust.
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