Feige Poem by Nastasimir Franovic

Feige

Aus dem Haus an der Südmauer.
Hat eine Feige zum Fenster im oberen Stockwerk herausgelugt.
Hat begonnen, jeden Lichtstrahl einzufangen.
Keine Bewohner da.
Die Fensterbalken hat
Efeu bedeckt.
Es klettert langsam.
Wer weiß, wie lange schon, und schwups, es erreicht das Dach.
Es braucht noch etwas Zeit.
Aus der Haustür kam ein mürrisches Dornengestrüpp hervor.
Es steht wie ein wütender Hausherr da und lässt niemanden hinein.
Von seinen Händen hängt eine Stachelbeere, eine Brombeere.
Vor ihm, wie ein gerade angekommener Gast, steht der Granatapfelbaum, verzweigt und mit roten Knospen geschmückt.
Er wartet darauf zu blühen.
Der Tag wächst.
Keine Bewohner da.

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