Meine Leute wurden alle genau dort geboren. Mit den Wurzeln am Herd, seit dem sechzehnten Jahrhundert. In den Kirchenbüchern, ein Jahrhundert später. Wandte sich diese ganze Welt hinauf in den Berg. In jener Reihe von Bruderschaftshäusern ist das unsere das dritte. Siehst du dort oben am Hügel, das ist unser Katun. Höher oben, auf ewiger Wache, stehen die Strimlja-Gipfel. Äh, dort oben dahinter säten unsere Ahnen Mais und Weizen Der Katun ist nicht viel anzusehen. Schönheit ist dort keine, aber der Blick nach oben wärmt das Herz. Geblieben ist ein steinernes Mühlsitzhaus, grob behauen. Das Dach hält noch und wird es auch weiterhin tun. Doch das Obergeschoss ist kürzlich fast bis zum Fundament eingestürzt. Von der Terrasse aus, wenn man sich ein wenig vorbeugt, sieht man den steilen First Mutig und hartnäckig gibt es nicht nach. Durch zwei zerbrochene Ziegel ist der Himmel herabgestiegen. Setze dich auf die Terrasse, auf die alte, glattgescheuerte Steinbank. Du weißt, unter der Terrasse ist der Weinkeller Ein altes, auseinandergebrochenes Holzfass und die eisernen Reifen, die es abgeworfen hat. Es war auch der Einsamkeit überdrüssig und scherte sich nicht mehr darum. Es erfasste eine Welle völliger Erschöpfung Der steinerne Handmühlstein ist weiß geworden, ohne einen Tropfen Öl. Unter dem Bogen hängt ein Joch, traurig und allein. Das Wort ist auf den Lippen verstummt. Wo fanden so viele Leute Platz in diesem kleinen Haus. Drängen sich all diese Leute noch immer um den Herd Ich schweige, blicke auf den himmlischen First, während es mir in den Ohren laut dröhnt Das sind die widerschallenden Namen der Ahnen. Sie fragen mich, wo ich bin? Hier bin ich, genau hier in meinem Katun. Hier bin ich vor dem Haus.
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