Phantom Poem by AGNIESZKA WOLNY-HAMKAŁO

Phantom

Mein Sohn befehligt Armeen, die aus den Wiesen kommen.
Der Marder ist ein Spion und die bösen Augen des Marders
glänzen wie pitschige Minzbonbons in den Fichten.
Die Chaussee wird von Lastern gemäht, ein Rabe kreist über der Pumpe.
Wärmeringe ziehn sich zusammen, werfen vom Orbit
die schweren, weggeschleuderten Tierhülsen hinab.

Eine Saison der Züge, die aus den Obstgärten kommen.
Ungezuckerter Kaffee und Birnen wie Gold,
mit warmen Händen gepflückt aus dem Laub.
Schon haben die alten Häuser den Wind aufgenommen.
Und wir haben Lust auf Liebe bei geöffnetem Fenster.
Ausgedehnt . Langsamer durchblätterst du die Zeitung.

Die Sonne schleicht dahin wie auf Rollen,
mit dem Licht quillt das Gras.
Milosz ist im Zentrum der Welt,
platzierte das Flugzeug. Stampft
auf den Sand, arbeitet, reift.
Stellt sich auf den Kopf und blickt zum Horizont -
Ein grelles Phantom steht über der schwach gewordenen Sonne.
Ende der Audienz, meine Herren, gute Nacht.
Und, Mutter, du muntre dich auf, sei nicht betrübt.

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