Silberne Mondspur Poem by Nastasimir Franovic

Silberne Mondspur

Anfang Juni,
eine Nacht des fein gewobenen Mondes.
Spuren von Lichtstrahlen breiten sich auf dem silbernen Wasser aus.
Die zitternde Wasseroberfläche wie das Zittern unseres Körpers.
Schwimmende Lichter.
Flöße für unsere Träume.
Harmonie der nächtlichen Klänge,
wie ein nächtliches Gespräch.
Wir fügen uns darin ein,
nackt, allein, gierig nach Liebe.
Aufgeblüht durch die Berührung,
wie zwei Seerosenknospen.
Wir entdecken Geheimnisse.
Unsere Nacht des Entdeckens und Flüsterns.
Verborgen vor Blicken.
Naiv und unschuldig fühlen wir uns sicher.
Zeitlos in Träumen,
schamlos in den Wünschen.
Mit der Wärme unserer Körper und dem Ruf des Bewusstseins gleiten wir von den Felsen, wie Otter
schwimmen wir zur silbernen Mondspur.

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