LJUBOMIR SIMOVIĆ Poems

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1.
Čizme

Vidim da imaš prvoklasne čizme!
Ne pamtim da sam video takve čizme!
To su čizme od najboljeg boksa!
Ne samo iz neke jesenje susnežice:
u tako dobro građenim čizmama
čovek bi se i iz potopa vratio suv!

To su zaista prave državne čizme!
Pogledaj samo kako su potkovane!
To nije samo obuća, to je oružje!
Kad si obuven, ti si naoružan!

Nema toga pred čime će ustuknuti
čovek obuven u tako moćne čizme!
Ti na tim debelim đonovima stojiš
kao kula na temeljima!

Ne samo blato, makadam i sneg:
te velelepne čizme gaze sve!
Gaze prste, gaze zube, gaze usta!
Na đonovima raznose brašno i krv!

Zar se nikad nisi zapitao
zašto su ti obuli te čizme?
Zar zato da, štiteći njihove guzove,
šutiraš i razbijaš naše glave?
Glave kao lubenice i tikve?
Glave kao zemljane ćase i lonce?

Zar se nikad nisi zapitao
da te čizme nisu od kamena,
a gazde te šalju preko vode?

Da li si se ikad zapitao
da li ćeš uspeti da izuješ te čizme?
Zar ih se nećeš nikada osloboditi
i, bacivši ih daleko u trnje,
bos i oslobođen poći prema reci,
bos i oslobođen kroz pčele i cveće,
bos i oslobođen kroz beline snega,
belih rada, oblaka i ovaca?

Dokle misliš da stigneš u tim čizmama?

Zar ćeš obuven u krvave čizme
leći u zemlju, kraj bosih otaca?
...

2.
Stiefel

Ich sehe du hast erstklassige Stiefel!
Hat man je solche Stiefel gesehen!
Das sind Stiefel vom feinsten Kalbleder!
Nicht nur aus einem herbstlichen Schneeregen:
so gut gestiefelt
kehrt der Mensch selbst aus einer Flut trocken zurück!

Das sind wahrhaftig Stiefel der Macht!
Sieh nur wie sie beschlagen sind!
Das ist nicht bloß Schuhwerk, das ist eine Waffe!
Bist du gestiefelt, so bist du bewaffnet!

Es gibt nichts, wovor er zurückschreckt,
der Mensch in so gewaltigen Stiefeln!
Auf diesen dicken Sohlen stehst du
wie ein Turm auf seinen Grundfesten!

Nicht nur Schmutz, Makadam und Schnee:
diese majestätischen Stiefel zertreten alles!
Zertreten Finger, zertreten Zähne, zertreten Münder!
An den Sohlen klebt Mehl und Blut!

Hast du dich denn nie gefragt,
weshalb sie dich in diese Stiefel steckten?
Etwa um, ihre Ärsche schützend,
unsere Köpfe zu treten, zu zerstampfen?
Köpfe wie Melonen und Kürbisse?
Köpfe wie Schalen und Näpfe aus Ton?

Hast du dich denn nie gefragt,
ob die Stiefel nicht aus Stein sind,
und die Herren schicken dich übers Wasser?

Hast du dich je gefragt,
ob du es schaffst, die Stiefel wieder auszuziehen?
Wirst du dich vielleicht nie von ihnen befreien,
und, sie weit in die Dornen schleudernd,
barfüßig und befreit zum Fluss gehen,
barfüßig und befreit durch Immen und Blüten,
barfüßig und befreit durch das Weiß des Schnees,
der Gänseblumen, Wolken und Schafe?

Was glaubst du, wie weit du kommst in diesen Stiefeln?

Wirst du dich gar noch mit blutigen Stiefeln an den Füßen
in die Erde legen, zu den barfüßigen Vätern?
...

3.
Autoportret sa glavom na stolu

Rastu mi na pragu,
rastu u oluku, rastu na krovu,
po svim sobama
rastu mi korov i trava!
A meni se sapava!

Napradaju me mravi,
ruka mi se do lakta crni od mrava!
A meni se spava!

U sela nam ujahuju vojnici,
pale sena,
hvataju guske i patke,
na drumove izgone
stada ovaca i krava!
A meni se spava!

Razvaljuju mi vrata kundacima,
tuku me,
hapse me,
bacaju me niz stepenice u mrak,
prepun drvenih i gvozdenih sprava!
A meni se spava!

Neko, ne vidim ko,
poziva me u borbu za slobodu,
traži pobedu istine i pravde,
pobedu ustava, zakona i prava!
A meni se spava!

Bacio sam pušku i kapu!
Neka pobedi sneg!

Na sto se spušta,
ko na dno,
moja glava!

Meni se spava,
ugasite,
meni se
spava!
...

4.
Selbstportrait mit dem Kopf auf dem Tisch

Es wachsen bei mir an der Schwelle,
wachsen im Fallrohr, wachsen auf dem Dach,
durch alle Zimmer
wachsen Gras- und Unkraut-Enklaven!
Ach ich möchte schlafen!

Ameisen befallen mich,
mein Arm bis zum Ellbogen
ward schwarz, wo sie sich trafen!
Ach ich möchte schlafen!

Ins Dorf geritten kommen die Soldaten,
versengen die Kassia,
stellen den Gänsen und Enten nach,
treiben auf die Chausseen
Herden von Kühen und Schafen!
Ach ich möchte schlafen!

Sie zertrümmern meine Tür mit
den Kolben ihrer Gewehre,
versetzen mir Schläge,
nehmen mich fest,
werfen mich die Stufen hinab in die Finsternis,
in der es wirbelt von Gerätschaften
aus Holz und aus Eisen, scharfem!
Ach ich möchte schlafen!

Einer, ich sehe nicht wer,
ruft mich zum Kampf für die Freiheit,
fordert den Sieg von Gerechtigkeit und Wahrheit,
den Sieg von Recht und Gesetz im Verfassungshafen!
Ach ich möchte schlafen!

Gewehr und Helm warf ich fort!
Soll doch der Schnee siegen!

Worauf mein Haupt
zu Boden geht,
so wollt ihr mich strafen!

Ich möchte schlafen,
löscht das Licht,
ich möchte
schlafen!
...

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