Ich sehe du hast erstklassige Stiefel!
Hat man je solche Stiefel gesehen!
Das sind Stiefel vom feinsten Kalbleder!
Nicht nur aus einem herbstlichen Schneeregen:
so gut gestiefelt
kehrt der Mensch selbst aus einer Flut trocken zurück!
Das sind wahrhaftig Stiefel der Macht!
Sieh nur wie sie beschlagen sind!
Das ist nicht bloß Schuhwerk, das ist eine Waffe!
Bist du gestiefelt, so bist du bewaffnet!
Es gibt nichts, wovor er zurückschreckt,
der Mensch in so gewaltigen Stiefeln!
Auf diesen dicken Sohlen stehst du
wie ein Turm auf seinen Grundfesten!
Nicht nur Schmutz, Makadam und Schnee:
diese majestätischen Stiefel zertreten alles!
Zertreten Finger, zertreten Zähne, zertreten Münder!
An den Sohlen klebt Mehl und Blut!
Hast du dich denn nie gefragt,
weshalb sie dich in diese Stiefel steckten?
Etwa um, ihre Ärsche schützend,
unsere Köpfe zu treten, zu zerstampfen?
Köpfe wie Melonen und Kürbisse?
Köpfe wie Schalen und Näpfe aus Ton?
Hast du dich denn nie gefragt,
ob die Stiefel nicht aus Stein sind,
und die Herren schicken dich übers Wasser?
Hast du dich je gefragt,
ob du es schaffst, die Stiefel wieder auszuziehen?
Wirst du dich vielleicht nie von ihnen befreien,
und, sie weit in die Dornen schleudernd,
barfüßig und befreit zum Fluss gehen,
barfüßig und befreit durch Immen und Blüten,
barfüßig und befreit durch das Weiß des Schnees,
der Gänseblumen, Wolken und Schafe?
Was glaubst du, wie weit du kommst in diesen Stiefeln?
Wirst du dich gar noch mit blutigen Stiefeln an den Füßen
in die Erde legen, zu den barfüßigen Vätern?
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