Dragan Radovancevic


Der Mensch Ist Dem Menschen - Fern - Poem by Dragan Radovancevic

Dies hier ist nicht unser Intimbereich
obwohl es auch weder das Eremitage,
noch der Triumphbogen,
noch Verona ist;
hier töten sich junge Verliebte nicht,
im Übergang von einer in eine andere Phase,
einer demütigen, unerschütterlichen Verzweiflung.

„Wenn wir einen lieben Nächsten verlieren“,
gedenken wir seines Platzes im System;
hätte er nicht auf eine bessere Art und Weise?
In das System der Ursache, das ihn formen würde,
nach unserem Maße und Bedürfnis.

„Wenn wir einen lieben Nächsten verlieren“,
stellt sich unsere Täuschung in unserem Namen vor,
Wut zu säen,
und wir suchen Heil.

Der Mensch ist dem Menschen – fern,
die nackten Schultern vermögen nicht,
den Schaum an meinen Lippen aufzuzeigen.

**
(Übersetzung: Joachim Dethlefs und Jan Krasni)

Topic(s) of this poem: loss, love and art, love and loss, symbolic

Form: Prose Poem


Comments about Der Mensch Ist Dem Menschen - Fern by Dragan Radovancevic

There is no comment submitted by members..



Read this poem in other languages

This poem has not been translated into any other language yet.

I would like to translate this poem »

word flags


Poem Submitted: Sunday, September 20, 2015



[Report Error]