An Das Angesicht Poem by Mario, Lucien, Rene Odekerken

An Das Angesicht

Dein Antlitz spricht, doch ohne Wort,
ein Rätsel, tief und unerkannt,
es führt mich still an jenen Ort,
wo Ewigkeit und Jetzt sich fand.

Die Linien, sanft wie Hauch und Wind,
Erzählen still von Sternennacht,
von Träumen, die verloren sind,
und Hoffen, das die Seele wacht.

Dein Blick, ein Meer aus Zeit und Raum,
in ihm versinkt mein Lebenslauf,
wie Wellen trägt er jeden Traum,
bis meine Welt im Licht verbraucht.

So neig' ich mich, voll Ehrfurcht schwer,
zu deinem Bild, zu deinem Sein,
denn es erzählt mir immer mehr
von allem, was ich nie wollt' sein.

Dein Angesicht, ein stilles Tor,
durch das ich Ewigkeit erkor.

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