Charta Eins Poem by Mario, Lucien, Rene Odekerken

Charta Eins

Der Weg ist weder gerade noch eben,
abgenutzt von Schritten, geformt von Stürmen.
Jeder Schritt trägt Gewicht,
jede Entscheidung hinterlässt eine Spur.

Freundlichkeit ist keine Schuld,
sondern ein Geschenk,
frei gegeben, auf unsichtbare Weise
zurückgefunden.
Stärke liegt nicht im Schweigen,
sondern im Mut zu sprechen,
zuzuhören, sich zu verändern.

Die Zeit wartet nicht,
und sie warnt nicht.
Sie bewegt sich wie die Gezeiten,
zieht uns mit sich,
ob wir bereit sind oder nicht.

Liebe ist nicht perfekt,
und sie muss es nicht sein.
Sie biegt sich, sie heilt, sie bleibt,
wenn wir es zulassen.

Und am Ende
werden wir nicht daran gemessen,
was wir bewahrt haben,
sondern daran, was wir gegeben haben,
an den Momenten, in denen wir zu leben wagten.

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