Wolfgang Steinmann


Das Bächlein In Der Stadt - Poem by Wolfgang Steinmann

Die Hütte hockt, kaum Platz sie hat,
im Strassenknäuel der neuen Stadt
als Nummer neun. Ein Bächlein grüsst,
das kühl im Morgen sie umfliesst.
Ich kenn' es wohl, in Kindheitstagen
hat's manche Blume fortgetragen,
die ich in seinen Weg gesetzt,
und hat die Finger mir benetzt.
Heut' sind die Wiesen eingedämmt
mit Strassenpflaster und Zement.
Wie Apfelbäum' im Herd verbrennen
muss Wasser so im Bach zerrennen?
Was macht man nur mit seiner Kraft
die nunmehr keine Freude schafft?
Sie übt sich unter dunklen Spalten,
von Stein und Mörtel aufgehalten,
an faulen Rohren, stockt und stinkt -
Hat immer freundlich uns gewinkt;
Dass je ein Bächlein hier gewesen
in alten Plänen ist's zu lesen.
Könnt's sein, das alte Bächlein fände
neue Kraft in seinem Ende?
Könnt's sein, das alte Bächlein brächte
der neuen Stadt schlaflose Nächte?

This is a translation of the poem A Brook In The City by Robert Frost

Topic(s) of this poem: city, environment, nature love


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Poem Submitted: Saturday, April 21, 2018



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