Wolfgang Steinmann


Der Junge Trägt Jetzt Die Farben - Poem by Wolfgang Steinmann

Der Junge trägt jetzt die Farben -
Da gibt es nichts weiter zu sagen!
Der Junge, den wir so geliebt,
Lief weg, die Fahne zu tragen.
Er war unser Kind, unser Baby,
Hat niemals uns Kummer gebracht -
Doch jetzt hat sein Land ihn gerufen,
Da hat er sich fertig gemacht.

Er stand mit den andern Rekruten,
Und Trommeln erschalten, Trompeten;
Er glaubte, sie riefen ihn: „Komme! '
Die Fahne, sie rief ihn zu beten.
Nun, feig' ist er nicht, unser Junge,
Geschnitzt aus dem besten Holz;
Dem Vaterland will er jetzt dienen -
Ach Gott, was sind wir so stolz!

Der Junge trägt jetzt die Farben -
Doch ist es lange nicht her,
Da drillte er Schulkameraden
Im Gleichschritt und mit dem Gewehr.
Jetzt ist er ein Mann, ein Soldate,
Wir hören sein Singen so gern:
Sein Herz ist ein Herz voller Treue,
Und blöde Angst liegt ihm fern.

Der Vater war sichtlich erschüttert,
Die Mutter, sie weinte - jedoch
Gab Mutter Natur ihren Kindern
Die Kraft, zu tragen ihr Joch.
Und Opa stand stolz und erhaben,
Sah wie es für ihn einst begann:
Vor Jahren als er noch ein Jüngling -
Die Fahne macht' ihn einst zum Mann!

(nach William Miller Herschell: The Kid Has Gone To The Colors)

This is a translation of the poem The Kid Has Gone To The Colors by William Miller Herschell

Topic(s) of this poem: family, patriotism, war


Comments about Der Junge Trägt Jetzt Die Farben by Wolfgang Steinmann

There is no comment submitted by members..



Read this poem in other languages

This poem has not been translated into any other language yet.

I would like to translate this poem »

word flags


Poem Submitted: Monday, February 1, 2016

Poem Edited: Wednesday, February 3, 2016


[Report Error]