Herbert Nehrlich

Rookie (04 October 1943 / Germany)

Muttertag 2008 - Poem by Herbert Nehrlich

Mein Wunsch ist etwas anspruchsvolll
und eigentlich bist Du es ja,
man sollte Dir in Dur und Moll
ein Staendchen singen, Tra-La-La.

Ich wuensche Dir zum Muttertag
dass alles schneller aufwaerts geht.
Wenn Ach und Weh auch kommen mag
die Erde sich doch weiter dreht.

Genesen sollst Du und zurueck
in's eig'ne Heim, das ist doch klar.
Es ist fuer uns ein gutes Glueck
wenn alles kommt wie's frueher war.

Und mir? Da bin ich nicht allein,
auf meiner Liste findest Du
fuer Dich ein wieder starkes Bein
auch wenig Aerger und viel Ruh.

Auch aus der Ferne tut es gut
zu wissen dass die Energie
(ein Haeschen aus dem Zauberhut)
alltaeglich waechst, wie sonst noch nie.

Dein Lebensabend jetzt beginnt,
der Abendroete warmer Schein
bringt einen Wunsch von jedem Kind:
Dein Leben soll ein langes sein.

Und jeder Tag der Freude bringt
sei Dir gegoennt, so nimm ihn schon
wenn erst der Specht am Bahnhof singt
sprech ich mit Dir am Telefon.

II

Du meinst ein Specht der redet dumm,
man hoert ihn schon aus weiter Fern'.
Er macht ja stets den Buckel krumm
er hat das Haeusliche so gern.

Der Specht, ein buntgefiedert Tier
hat einen Trieb, Hausbau hoch vier.
Man findet diesen Trieb fast nie
sei's bei 'nem 'er' sei's bei 'ner 'sie'.

Er sorgt sich sehr um seine Schar
um Freunde, fremde Leute gar.
Der Specht hat lange Zeit geuebt
ist oft sehr happy auch betruebt

Es kommt auf seine Stimmung an
und was die Welt ihm bieten kann.
Gefuehle praegen bei dem Specht
den Paragraphen und das Recht.

Ganz kleine Dinge reichen schon,
ein boeser Blick, ein lauter Ton
schon schluepft der Specht in sich hinein
und laesst die Menschen ganz allein.

Sowie der Herr und auch die Frau
sie tragen bei dass in dem Bau
den sie errichten voller Stolz
dass er gebaut auf starkem Holz.

Auf Spechte kann man sich verlassen
es gibt sie auch in allen Rassen,
sie schaffen wenn's die Logik zwingt
solange es nach Wahrheit klingt.

Spechtfrauen sind stets engagiert
ganz selten dass sich eine ziert.
Drum sind sie auch nicht lange krank
und kriegen Lob und vielen Dank.

Und hackt ein Specht auf gutes Holz
dann sieht man gleich den grossen Stolz,
sie tun's aus Liebe und zu Recht.
So bist auch Du ein bisschen Specht.


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Poem Submitted: Wednesday, April 16, 2008



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