Narzissen In Blauem Glas Poem by Floy Dy Ra Aka Floyd Floydson

Narzissen In Blauem Glas

Weit weg und doch so nah
geschah vor genau einem Jahr
was Niemals Niemand glauben wollte
Narzissen, die Blau und Gelb ausrotten sollten

Plötzlich im Februar im Morgengrauen
war keinem Brudervolk mehr zu trauen
zu Hunderttausenden wurde angegriffen
und auf Freundschaft und Ehre gepfiffen

Die gelbe Sonne, das Korn dieser Welt
verdarb in den Scheunen, brachte kein Geld
Öl floss auf Felder, Energie wurde zerstört
Raketen zerfetzten Menschen, die Welt war empört

Doch das Blau war stärker als Glas
es kämpfte unerschütterlich im weiten Donbas
versenkte die Moskau sogar im Meer
eroberte Land und Insel zurück immer mehr

Narzissten zerstörten fortan jede Stadt
Atomkraft und Strom, niemand war mehr satt
Mütter und Kinder verloren ihr Leben
Der Tyrann wollte gar nicht aufgeben

Mann isolierte ihn und beschlagnahmte Güter
er drehte den Hahn zu und lachte darüber
Tötet Gelb Blau gnadenlos wie ein Zar
Ein gekränkter Narzist, realitätsfern und unnahbar

Nach einem Jahr tapferem Widerstand
zerstört dieser Irrsinn weiter das Land
Ja, sogar die ganze Welt ist in Gefahr
nur weil jeder abhängig vom Tyrannen war

Eine Lösung zu finden ist auch ein Kompromiss
Wieder Gespräche zu führen mit Biss
Gelb und Blau im Grünen vereinen
Frieden, Aufbau und Entschädigung ehrlich meinen.

Ein Gesicht zu verlieren, das man nicht hat,
ändert nichts an den Toten im Massengrab
Man beachtet ihn wieder, sieht seinen gebrochenen Stolz
Doch man verachtet ihn jetzt schon als Massenmörder,
als Stalin,
als wurmstichiges Holz.

Alle Rechte vorbehalten
© Floy Dy Ra 25.02.2023

Sunday, February 26, 2023
Topic(s) of this poem: war
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