Ungerechtigkeit Poem by Mario, Lucien, Rene Odekerken

Ungerechtigkeit

Eine kalte Asymmetrie,
wo Macht sich selbst erhebt
über den flüsternden Chor
derer, deren Stimmen
in den Boden der Geschichte
zermahlen wurden.

Unter dem Gewicht
ungesprochener Wahrheiten
spaltet sich die Erde,
Risse, die kein Regen heilen kann,
nur die Hände
derjenigen, die zu sehen wagen.

Die Strukturen der Unterdrückung
wirbeln wie unsichtbare Netze,
geworfen über Leben,
gefangen in der Würgegriff
von Schweigen und System.

Und doch-
in jedem Schatten schlummert ein Funke,
eine ungehörte Melodie,
die bricht, die schmerzt,
die nach Gleichgewicht verlangt,
wo keines gegeben wird.

Ungerechtigkeit,
kein Donnerschlag,
sondern ein endloser Seufzer,
der Mauern baut
in Herzen, die frei hätten sein können.

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