Wort Poem by Nastasimir Franovic

Wort

Wort

in einem einzigen Lied
Ich würde die Welt einpacken
genau wie meine erdacht
Ich schaue sie an wie ein barfüßiges Kind
das ein Wort für mein Lied sucht
und würde dieses Lied teilen
mit einem Lächeln
Ich schreibe und suche nach Worten
um das Lächeln zu entlocken
die Dunkelheit zu entfalten
um einen Weg durch den Schnee zu bahnen
für zukünftige Lieder
Ich fand Platz für neue Worte
Ich brauche die Sonnenstrahlen nicht
noch die Spur des Mondes
sie werden viele Male wiederholt
Mir fehlen die Worte
die echten, die ich suche
Worte wie Wasser aus einer Bergquelle
Schweißtropfen von der Stirn eines hart arbeitenden Menschen
der Griff einer rauen, schwieligen Hand
Worte aus dem Traum eines friedlichen, rechtschaffenen Mannes
ein Lied wie ein Wiegenlied einer Mutter
das einzige Lied, das ich die ganze Zeit schreibe
muss es stolz lesen
und ich stöhne im Griff der Angst
Ich habe Angst vor ihr
Ich lese es im Flüsterton
als ob es nicht meins wäre
und flüstere
dieses Wort
und die ganze Welt
versteckt in diesem Lied
es sollte rauschen
wie ein angeschwollener Fluss

Monday, April 1, 2024
Topic(s) of this poem: angst
COMMENTS OF THE POEM
READ THIS POEM IN OTHER LANGUAGES
Close
Error Success