DIE GEIGE Poem by NINA MAZJASCH

DIE GEIGE

Überall -
Beifuß und Weidenröschen.
Und Erde und Himmel halten Rat:
Woher
die von wem vergessene Geige hier,
wo weder Spur ist noch Pfad?

Schwarz schon ist ihre hölzerne Höhlung,
aber unverletzt blieben die Saiten ...
Ist das denn nicht
eine Menschenseele,
die, gespannt mit allen Fibern,
spiegelgleich zu vertonen bereit ist
den Schmetterling so wie die Kröte,
nicht versteht, sich im Ton zu verhehlen, -
selbst ist beides.
abstoßend
oder Liebreiz ...

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