Das prasselnde Unwetter klatscht auf den Pregel.
Seit Ewigkeiten bereit, bestätigt die Regel
Das löchrige Straßenpflaster dem Emigranten.
Das Land macht die Augen zu. Die gotische Schrift
Zieht sich ins Laub zurück. Die Fachwerkchiffren
Reißen den Block auf. Auf stählernen Kanten
Kreischt ein Güterzug, vollbeladen dort schunkelnd
Mit Schmugglerware. Toyotas verdunkeln
Die Fenster mit Abgasnebeln. Das Tor,
Entspannt unterm Schloß, öffnet sich auf den Raum,
Auch wenn es fürchterlich knirscht. Darf man ihr traun,
Der Zeit? Ist es nicht besser, man bleibt außen vor?
Wenn der Mensch erst Spaß hat am Rachegeschrei,
Kriegen die Städte, verödend, vom Einerlei
Der Pogrome und schmutzigen Szenen mehr als genug.
Alles nehmen sie hin. Den Lärm der Straßenbahnen
Auf dem Prospekt, wo nur die Schienen noch ahnen
Und Schwellen der zertrümmerten Himmel Druck.
Nicht einmal dann, wenn in Staub fällt die ganze Welt,
Ändern die Routen sich und kein Wagen fällt
Je aus dem ewigen Fahrplan. Doch gleich ums Eck
Schimmern Zementplatten hell, und der Garten
Weicht dem Asphalt. Im Dom die Gewölbe warten,
Daß der Tod ihnen leicht wird in ihrem Versteck.
Unkrautwurzeln bohren sich durch den Beton.
Schäbige Mauern verhüllen mit gelblichem Ton
Des Ausländers Trainingszeug, und an dem kalten
Gemäuer pfeift jeder Windstoß vorbei -
Nur diesen Flüchtling, von seiner Heimat befreit,
Wird in der Fremde der Regen in Atem halten.
Was anderen Luft ist, geht ihm an den Kragen
Als Vertikale. Apropos Geist, wie die Alten sagen -
Flat ubi vult. Von wegen, er weht.
Lieber Ruinen, Blätter vom Wind aufgeschreckt,
Als ein Standardgrab, überwuchert von Dreck,
In das jeder von uns einestags geht.
Kohlendunst aus dem weißen Viertel, Gestank
Legt sich nachts auf das Sumpfrevier von Notanga.
Mantas blieb siegreich, die Burg ist geschleift.
Die Leere aber hat auch den Helden ergriffen:
So wird von Wirbeln der Lehm blankgeschliffen,
Wenn Sturm nach den Küsten Aismares greift.
Das Wort bleibt ungeboren am Gaumen kleben.
Bis über trostlosen Kuben, verwaschenen Ebenen
Das schmutzige Morgenrot des Kontinents aufsteigt,
Rollt der Traum, der die Körper wie Lüfte wiegt,
Durch eine Stadt, gründlich von Zeit besiegt,
Die keine Spur von Verlustgefühl zeigt.
Tiefste Nacht. Das Blech ist von Stößen zerbeult,
Vom Jahrhundert, vom Kosmos. Die Gegenwart heult,
Dieses Ödland. Längst kam der Name abhanden.
Hier im Bunker harren wir aus bis zum Morgen,
Die Blicke vermeidend. Unsre einzige Sorge:
Sind das noch wir oder sinds schon die andern?
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