Das ist eine Herberge für von der Dichtung
im Stich gelassene Dichter.
Für mehrstündige Einübungen in die Stille
stehen kleine Zimmer mit Aussicht
auf eine apokalyptische Landschaft zur Verfügung.
Der Götterkatalog liegt dem Anmeldungsformular bei.
Taschenphilosophie gibt es nach Tisch.
Zitate auf Gardinen, um dem vernebelten Blick
angesichts des welken Grün Ruhe zu schenken.
Narbentattoos bekommt man im Untergrund,
imaginäre Lebensläufe ebenfalls.
Im Dachpool säubern Oberinnen
das Gefieder ermatteter Schwäne.
Und ehe sich der Dichter versieht, lassen sie
ihre Köttel im Ornat verschwinden
und säen an ihrer statt Hamburger Trauben.
In den Eiskästen im Keller schlafen,
ein Jahrhundert lang oder zwei,
tote Geliebte, bereit zum Einsatz.
Wenn sich der Poet vor lauter Illumination in der Kälte
mit Tbc infiziert - ist selbst das
für einen Dichtertod ein würdiges Schärfchen.
Von der Kinoleinwand hebt der tote Pound
seine schmale Hand
und stößt Laureat um Laureat
seinen zitternden Finger ins Auge.
Nachdem die überflüssigen Wasser abgeflossen sind,
kann jede Pupille zum schwarzen Rohr werden,
durch das eine bankrotte Mythologie
eine andere beäugt.
Die Erfolgreichsten bekommen Käfige
aus falschem, schmelzendem Stahl,
und den Auftrag zu wuchern
aus der Bibliothek von Alexandria.
Wie die Fenster im Spätherbst beschlagen
sich die Musen vom Odem der Dichter,
die keinen Abstand wahren:
Der Anschluss an die Welt erfordert
immer die ausgestreckte Hand,
die sich auf den Kanten
der Glassplitter ausruht.
In Abendkursen lernen sie,
sich postum zu erinnern:
Sie nehmen einander in den Mund,
mit Achtung und Anstand,
wie Hostien.
This poem has not been translated into any other language yet.
I would like to translate this poem