Die Laibacher Taxifahrer möchten wetten,
ich käme aus der Ukraine.
Auf mein „Guten Tag" hin
wünschen sie mir eine „Gute Nacht" -
mein Slowenisch riecht nach Süden oder Osten,
Genuss garantiert.
Die Belgrader meinen,
ich käme aus der Gegend von Užice,
spräche so gedehnt, wie die Morava vor der Dürre.
Und die vom Busbahnhof,
wo ich müde ankomme,
sagen, mein „ć" sei nicht so weich wie das ihre,
ich müsse Slowenin sein -
und unter dem verstärkten Druck
tickt der Taxameter immer schneller.
Und sie fragen, für welche Firma
ich den schlanken Körper, den erhitzten Kopf lenke,
wem das Köfferchen auf den Knien gehöre
und wem der kurze Rock darunter,
der Hühnerstall mit dem vergnüglichen Zweck.
Wem das harte DŽ auf den Sandalen
anstelle der Schnalle gehöre
und wem die beiden lauten „a" im Namen
um meinen Arme und meinen Hals, anstelle einer Schlinge.
Und sie fragen, ohne zu wissen:
Meine Sprache ist schneller als ich,
ein Marathonstachelschwein, das 500 Kilometer läuft
und dessen Stacheln nach innen wachsen.
Wie Verschwörer treffen wir uns
in der zollfreien Zone, auf halbem Weg:
Uns gehören die stummen Wälder, die taube Zeit,
dort kann ich mein Sprachschwein in der Hand wärmen.
Einer des anderen Schicksal
überstehen wir die Grammatikrevolutionen schweigend:
Ich - die Freude der wiedergefundenen Zweizahl,
er - die Angst vor dem schwarzen Imperfekt.
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