Herbert Nehrlich

Rookie (04 October 1943 / Germany)

Ich Weiss - Poem by Herbert Nehrlich

Er war nie einer der das Bitten pflegte,
geheim gehalten wurde auch sein Name, General.
Der Tag als er den Loeffel dann hinlegte
war von Bedeutung, ihm jedoch egal.

Ein Mann dem kein Befehl Behagen schenkte,
er musste fuehren, oft mit Ungeduld.
Als er das Schiff der Seinen sicher lenkte
war jede Klippe tief in seiner Schuld.

Er lebte zwischen Pflicht und Recht fuer alle,
von beiden war er immer angetan.
Kein Kompromiss darf sein und Ordnung walle,
er grenzte bei Gelegenheit sehr nah' am Wahn.

War er ein harter Mensch, ein Mann ganz ohne Seele?
Umarmte weder Mensch noch dummes Tier?
Gab es denn niemals einen Globus in der Kehle?
Ich glaube schon, doch sagte Papa niemals HIER.

Er starb wie er auch lebte, stellte keine
Ansprueche an die Welt fuer sich privat.
Doch trug er in der Brust die klitzekleine,
die Hoffnung die er leise sich erbat.

Es schmerzt mich heute, denk' ich an die Flammen,
nur Asche blieb an diesem tristen Tage,
er wuerde uns im Nachhinein verdammen,
drum stell' ich heute lautstark diese Frage:

Was kann ein Mensch von seinen Lieben noch erwarten,
erloest der Sensenmann sie alle von der Pflicht.
Er liebte seinen, und so manchen fremden Garten,
nur, ein Versprechen, nein, das brach der Vater nicht.

So, schaemt Euch alle die vergassen ihn zu ehren,
ein letzter Wille is wie Gottes Wort, so heilig.
Die Stunde schlaegt und niemand wird Euch dann belehren.
Es koennte sein dass jemand sagt 'ich hab' es eilig.'

Betruebt ist er, und braucht die helle Sonne.
Holt seine Asche und verstreut sie auf dem Rasen.
Hoert auf Diogenes, der lebt zwar in der Tonne,
doch weiss er, Menschen stopft man nicht in kleine Vasen.


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Poem Submitted: Friday, November 9, 2007

Poem Edited: Saturday, April 23, 2011


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